Termin im Jugendamt...
 
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(@pausbanderi)
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Mahlzeit zusammen,

 

ich bräuchte mal eine kleine Expertise: In meiner Sache komme ich einfach nicht weiter. Die KM boykottiert alles, verweigert sinnige Kommunikation usw. Kontakte zu Freunden, Sport, Vereine, bleibt alles an mir hängen und das geht jetzt einfach nicht mehr mit einem 50% Wechselmodell. Es muß sich etwas ändern.

 

Leider habe ich keine Ahnung, in welche Richtung ich gehen soll, aber ohne Familiengericht wird das nix. Ich wollte jetzt mal zum Jugendamt gehen und mit denen besprechen, was sie für eine Meinung haben, aber die spritzen gleich mit Weihwasser und sagen „NÖ nö, da gabs schon sinnlose Besprechungen mit beiden Eltern zusammen, da machen wir keine Gespräche mehr”

Kann ich von denen ein Beratungsgespräch verlangen? Wenn nicht, was für Möglichkeiten hab ich noch?

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 03.03.2023 12:56
82Marco
(@82marco)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Servus PausBanderi,
ich kann mir nicht vorstellen, dass Du -auch mit Hilfe des Gerichts- KM zur Wahrnehmung/Ermöglichung von Freizeitaktivitäten in ihrer Betreuungszeit bewegen werden kannst.
Wenn es Dir zu viel wird, wirst Du womöglich priorisieren müssen, was leistbar ist und was nicht.

Wie alt ist den Euer Kind?

Grüßung
Marco

Mit einem Lächeln zeigst Du auch Zähne!
________________________________________
Ob ein Vorhaben gelingt, erfährst Du nicht durch Nachdenken sondern durch Handeln!

AntwortZitat
Geschrieben : 03.03.2023 13:23
(@pausbanderi)
Nicht wegzudenken Registriert

Ok da hast Du mich jetzt falsch verstanden 🙂

Es wird wohl oder übel sowieso auf eine gerichtliche Auseinandersetzung rauslaufen. Die Frage ist nur, in welche Richtung man geht. Es ist einfach so, daß a) ohne vernünftige Kommunikation keine Erziehung möglich ist und b) ein Erstklässler eigene Wünsche hat und das mit einer Mutter, die diese nicht akzeptieren kann, schlicht unmöglich ist. Er ist zum Beispiel samstags in einem Sportverein. An Papa-Wochenenden kann er dort hin gehen und trainieren, an Mama-Wochenenden geht es nicht, da müssen sie beide ausschlafen und sich erholen weil das Kind geschont werden muß vom anstrengenden Schulalltag. Dann möchte er jetzt noch einen anderen Sportverein besuchen, das wäre dann der dritte und Musikschule steht vielleicht auch noch an. Dazu kommen dann Kontakte zu Freunden zum Spielen, oder Ausflüge. Und und und. Wie soll man das unterkriegen wenn die Hälfte der Woche davon nicht zur Verfügung steht?

 

Die Frage ist, wie löst man diese Probleme? „Ja mei, dann kann er halt nicht soviel machen” ist für mich keine Lösung.

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.03.2023 14:55
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Schwierige Kiste. Einerseits sollten die Interessen des Kindes gefördert werden, klar. Andererseits kann ich jedes Elternteil verstehen, das nicht ständig zu irgendwelchen Freizeitevents des Kindes rennen möchte. Und gerade die Sache mit dem Wochenende verstehe ich komplett. 

Solange es kein Leistungssport mit Pflichtspielen/ - terminen ist (worüber man noch gesondert sprechen müsste), wo liegt das Problem, wenn das Kind diese Dinge nur jede zweite Woche machen kann und beim anderen Elternteil eben dessen Programm mitmacht?

Deshalb am WM zu rütteln finde ich überzogen. Egal welches Elternteil das plant. Und die Mutter da in irgendwelche Beschäftigung zu zwingen geht m. E. auch nicht. 

LG LBM 

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 03.03.2023 17:28
(@pausbanderi)
Nicht wegzudenken Registriert

Also das mit dem „ständig zu irgendwelchen Freizeitevents des Kindes rennen möchte” ist eben genau das Thema.

Sportverein: Papa

Musikschule: Papa

Freunde treffen: Papa

Verwandte besuchen: Papa

Arztbesuche: Papa

Das Kind an zwei Tagen die Woche kurz bevor der Hort zumacht zu holen und daheim vor die Glotze setzen: Mama

Nebenbei arbeitet Papa Vollzeit während Mama sich an den Tagen an denen das Kind beim Papa ist freinimmt und relaxed.

Du siehst das Problem?

 

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 03.03.2023 22:10
Lausebackesmama
(@lausebackesmama)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Ja das sehe ich durchaus. Dennoch kannst du keine Aktivitäten ins Leben rufen, die die KM zwangsweise in ihrer Betreuungszeit ebenfalls wahrnehmen muss.

Dieses Thema haben wir hier jahrelang "umgekehrt" im Forum diskutiert. Da steckte dann die Mutter das Kind in einen Sportverein und der Vater sollte während seiner Umgänge diese Termine fortführen, ob er wollte oder nicht und ob das in seine Umgangsplanung passte oder nicht.

So geht's aber nicht. Entweder ihr entscheidet sowas gemeinsam und die KM sichert ihre Unterstützung/Umsetzung zu. Oder du kannst solche Sachen nur für deine Zeiten verbindlich planen. Und nein, es ist nicht schön, wenn sie das Kind vorm TV parkt. Aber du kannst ihr nicht vorschreiben, wie sie ihre Betreuungszeit gestaltet. 

LG LBM 

‎"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."

AntwortZitat
Geschrieben : 03.03.2023 23:10