Diesen Beitrag habe ich eben im Fratzenbuch abgekupfert.
Ich finde, er hat absolut recht!
Argumente gegen die gemeinsame Obsorge
Anlässlich einer Diskussion zum Thema mit über 800 Beiträgen fällt positiv auf, dass die überwiegende Mehrheit – und ganz besonders Frauen – eindeutig für die gemeinsame Obsorge und für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auch im Familienrecht votieren.
Von den GegnerInnen der gemeinsamen Obsorge werden immer wieder vier – und zwar nur diese vier – Argumente ins Feld geführt:
1.) Die KinderbesitzerInnen
»Mein Bauch gehört MIR also gehört auch alles was mal drin war MIR. MEIN Kind gehört (zu) MIR und aus.«
Diese Frauen verwechseln Liebe mit Besitz. Sie missbrauchen ihre Kinder dazu, die Löcher in ihrer eigenen Gefühlswelt zu stopfen und merken nicht, was sie ihren Kindern damit antun. Diese Frauen brauchen psychologische Hilfe.
2.) Die MachthaberInnen
»Männer wollen uns Frauen nur mit der gemeinsamen Obsorge kontrollieren und Macht ausüben.«
Aha! Wir haben es hier also mit Frauen zu tun, die 100% der Kontrolle und 100% der Macht über die Kinder für sich beanspruchen und Vätern, die sich gleichberechtigt in die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder einbringen wollen vorwerfen, es ginge diesen nur um Macht und Kontrolle?! Dieses Argument entlarvt sich also von selbst.
3.) Die AufrechnerInnen
»Ja aaaaber es gibt auch Männer, die sich nicht kümmern wollen (die trinken, Drogen nehmen, gewalttätig sind usw.).«
Unbestritten – die gibt es. Ich persönlich verabscheue Väter, die sich ihrer Verantwortung entziehen genau so, wie ich Mütter verabscheue, die ihren Kindern das Recht auf den Vater vorenthalten.
Nur ist das Argument rhetorisch unzulässig. Das sind zwei völlig unterschiedliche Themen. Man kann nicht ein Unrecht mit einem anderen Unrecht ausgleichen. Das geht nicht.
Allen Männern pauschal die gemeinsame Obsorge zu verweigern, weil es eben leider auch schwarze Schafe gibt, ist genau das Gleiche als würde man allen Frauen den Führerschein abnehmen, weil einige nicht einparken können. Das ist letztlich Geschlechterrassismus.
Und diesen Vätern die gemeinsame Obsorge zu geben, steht ausserdem gar nicht zur Diskussion – deshalb gibt es für Mütter ein Einspruchsrecht.
4.) Die Geldgier
»Wenn sich Mütter und Väter zu gleichen Teilen um die Kinder kümmern, müssen Männer keine Alimente mehr zahlen!«
Das ist natürlich das primitivste und niederträchtigste Argument und das traut sich kaum eine Frau offen auszusprechen. Es kam in der Diskussion auch nicht vor. Ich erwähne es nur der Vollständigkeit halber und weil es aus dem Büro unserer FrauenministerIn kam.
Ich fordere hiermit alle auf, mir auch nur ein einziges Argument gegen die gemeinsame Obsorge zu nennen, das nicht in eine dieser vier Gruppen fällt.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
:thumbup:
*gefällt mir klick*
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
:thumbup:
Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen