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Plakataktion gegen Familienpolitik und Umgangsboykott

 
(@ragos)
Rege dabei Registriert

Hallo Leute,

nachdem der Film "der entsorgte Vater" doch einiges öffentliches Interesse geweckt hat, muss man strategisch denken und noch weiter nachlegen.
In dem Zusammenhang frage ich mich, ob jemand schon Erfahrung hat mit einer Plakataktion hat?
Meine Idee wäre eine Plakataktion zu organisieren, die diesen Missstand in das öffentliche Bewusstsein bringt:

Folgender Text fürs Plakat (Fettgedruckt in Riesenlettern als eye-catcher, kursiv ganz klein)

Mehr Vater fürs Kind?
Kinder sind etwas wunderbares und können dem Leben Sinn geben, aber
Vorsicht, Falle!

Väter, die sich für ein Kind entscheiden, und eine enge Bindung zu ihrem Kind aufbauen, gehen ein hohes Risiko ein.
Ohne irgendein Veschulden können Sie von ihrem Kind gewaltsam getrennt werden, für immer.
Umgangsboykott der Mütter wird de facto vom deutschen Familienrecht geduldet.
40% der Väter (insgesamt X 000 000  Väter) haben ein Jahr nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu ihrem Kind.
Vateramputierte Kinder haben ein doppelt so großes Suizid- und Drogenrisiko
Kinderamputierte Väter sind schwer traumatisiert, und meist zusätzlich finanziell ruiniert.
Das Familenrecht diskriminiert Väter bezüglich Umgang in zahlreichen Punkten.
Die Familienpolitik hat versagt, Deutschland ist Schlusslicht in Europa.

Im Hintergrund auch noch einen Vater mit (oder ohne?) Kind
Das hätte den Vorteil, dass man nahtlos an die Plakataktion des Familienministeriums anknüpfen könnte, aber genau die Missstände aufzeigt.

Was haltet ihr von dieser Idee?

Ragos

Zitat
Themenstarter Geschrieben : 26.06.2009 01:42
(@midnightwish)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Hallo Ragos,

da die Herstellung eines großen Plakates einige tausend € kostet und wir hier noch nicht mal davon sprechen, das du das Teil nicht irgendwohin kleben kannst, sondern auch für die Plakatwände Miete zahlen mußt, stellt sich als erstes die Frage wie und wer das finanzieren soll.

Tina

Ein gebrochenes Versprechen ist ein gesprochenes Verbrechen

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 09:18
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

Moin,

Was haltet ihr von dieser Idee?

Ich finde die Idee gut.

DeepThought

Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 10:27
(@leines)
Rege dabei Registriert

...finde diese Idea auch gut, zu bedenken gebe ich auch das es nicht nur Väter gibt auch manche Müttern geht
es so;

man sollte das betroffene Kind in den Vordergund stellen,

gruß

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 11:11
(@papi74)
Registriert

Hallo,

die Idee finde ich ebenfalls Klasse, jedoch frage ich mich wie das Ganze finanziert werden soll.
Bevor in dieser Richtung keinerlei Lösungen getroffen sind...braucht man über das Wenn, Wie und Aber nicht weiter sprechen.

Mfg

papi74

Der Morgen ist immer klüger als der Abend.

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 13:06
(@pappasorglos)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

stellt sich als erstes die Frage wie und wer das finanzieren soll

Ich finde die Idee gut.

Kinners... Natürlich wäre das toll, diese Botschaft möglichst direkt in die Köpfe sowohl der noch-nicht-betroffenen als auch der politisch verantwortlichen zu tragen. Auch wenn ich den Text von OLG-Richter Schütz vom Stil für geeigneter halte, siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Zeugungsstreik

Und natürlich kostet das Geld, aber ratet mal, wie z.B. www.entfremdet.de oder www.vaeterpolitik.de funktionieren? Da stecken gemeinnützige Vereine dahinter, die Spendenbescheinigungen ausstellen dürfen. Das ist vom Stil etwas leiser, aber nur so öffnen sich die Türen bei Politik und Medien. Vereinsarbeit mag doof sein, Versammlungen nervig, der eine oder andere seine ganz eigene Meinung dazu haben, aber das ist konkret eine Platform, mit der man die Themen in die Köpfe kriegt.

Mag ja ein schöner Traum sein, Deutschland mit A0-Plakaten zuzupflastern, aber so funktionierts halt einfach nicht.

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 13:32
DeepThought
(@deepthought)
(Fast) Eigentumsrecht Moderator

aber so funktionierts halt einfach nicht.

Woher nimmst du diese Gewissheit?

Der 15. Senat des OLG Celle befindet vatersein.de
in den Verfahren 15 UF 234/06 und 15 UF 235/06
als "professionell anmutend".
Meinen aufrichtigen Dank!

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 13:59
(@kasper)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Moin,

Ich finde die Idee gut.

dem kann ich nur anschließen.
Das Problem wird so gar nicht wargenommen. Der "Vater" als Erziehungspart wird allgemeinhin auf den finanziellen Sektor beschränkt, wobei ich sagen muss, dass dies zum Teil selbstverschuldet geschied.

Klappern gehört zum Handwerk, und nur durch Öffentlichkeitsarbeit kann das Bewusstsein geschärft werden. Auch wenn es zum Teil am Anfang einen ziemlich blöde darstehen lässt (eigener Erfahrungswert).

Wie sähe ein "echtes" Konzept, nebst Kalkulation, aus?

  • Kosten der Herstellung
  • Standortwahl (vielleicht gegenüber des Familien- und Frauenministerium?)
  • Kosten des Standortes (wird die Fläche vielleicht gesponsert, gibt es überhaupt Sponsoren?
  • Finanzierungsmöglichkeit: gibt es einen Zuschuss vom Familienminsiterium? Umlagenfinanzierung, dann über wen und wie?

Es müsste sich jemand mit Zeit dahinterklemmen.

Gruß
Kasper

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge zu ertragen, die ich nicht Ändern kann, den Mut, Dinge zu Ändern, die ich Ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 15:12
(@ragos)
Rege dabei Registriert

Hallo zusammen,

es ist prima, dass dieser Vorschlag überwiegend gut ankommt.
Ich finde, Kasper stellt die richtigen Fragen, es muss ein Konzept her, nebst Kalkulation.
Ich hab das noch nie gemacht, aber vielleicht gibt es hier jemanden mit Erfahrung??!

Zur Finanzierung:
Insgesamt könnte das schon einige 10000 € kosten. Man müsste einen gemeinnützungen Verein gründen, z.B. "mehr Vater fürs Kind e.V.", so dass Spenden steuerlich absetzbar sind. Und dann Bettelbriefe lossenden.

Die Startfinanzierung, um den Verein zum Laufen zu bringen und um die Bettelbrief-Mailingaktion zu starten, müsste dann mit privaten Spenden finanziert werden. Aber das kostet nicht so viel, und ich selbst habe schon den Gegenwert eines nagelneuen Mittelklassewagen für den Umgang mit meinen Kindern versenkt, da käme es mir auf ein paar € nicht an, und wenn noch ein paar mitmachen, dann sollte es klappen.

Zu Kinder:
Natürlich muss auch auf das Leid der Kinder im Plakat aufmerksam gemacht werden, aber m.E. soll das Plakat in erster Linie die Väter ansprechen und genau solche, die vor der Entscheidung stehen, ob sie es werden wollen.

Denn genau die Männer, oder Väter, die erst in 1 oder 5 Jahren soweit sind wie wir heute, genau die brächten wir damit zum Nachdenken über ihr eigenes Lebensrisiko. Und wenn diese Väter dann mal mit ihrern Partnerinnen diskutieren, ob Kind ja oder nein oder vielleicht doch nicht, dann gibt es vielleicht sogar von weiblicher Seite Unterstützung.

Ragos

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 26.06.2009 15:43
(@ginnie)
(Fast) Eigentumsrecht Registriert

Hallo ragos,

ja nach längerem Überlegen halte ich es auch für sinnvoll. Warum nicht?

Allerdings, bitte nicht in der Form bzw mit dem Text den du vorgeschlagen hast. Den Text empfinde ich, mit Verlaub, als etwas sperrig. den würde ich noch nichtmal lesen, wenn ich an der Haltestelle auf den Bus warte.

Sowas, grad auch bei solchen Themen, muss griffig, einprägsam, interessant sein und zum näheren Beschäftigen mit dem Thema veranlassen.

Ich persönlich würde den Stil dieser Werbekampagne wählen, die die Väter aufgefordert hat, sich mehr in die Kindererziehung einzubringen... und darauf aufbauen.

Da ist mir eingefallen, dass es Kunstschulen, bzw. Studiengänge gibt, oder kunstbetonte Oberschulen, die sicher gern mal so ein Projekt machen würden, und eine "werbewirksame Kampagne" entwerfen würden.

Allerdings kann es sein, dass man dann gleich psychologische Betreuung stellen muss, wenn die Jugendlichen sich damit beschäftigen müssen, was sie vielleicht selbst nicht richtig verarbeitet haben...  ...*bißchen ironisch gemeint*
Die ganzen PAS-geschädigten Jugendlichen (die mir ehrlich leid tun, weil sie später evtl. auch noch selbst beziehungsgeschädigt sind), bekommen sonst gleich Depressionen, oder akute Belastungsreaktionen... ;(

also, es gibt viel zu bedenken. Vielleicht konnte ich ein bißchen zu deinem Konzept/Projekt/Idee beitragen.

ligr ginnie

Durch Nachsicht setzt man der Gewalt kein Ende: damit bestärkt man die Gegner nur in der Gewissheit, sie hätten es mit einem Schwächling zu tun, der leicht zu bezwingen ist

AntwortZitat
Geschrieben : 26.06.2009 17:38




(@ragos)
Rege dabei Registriert

Hi ginnie,

ich geb gerne zu, dass der Text noch nicht bis ins letzte Detail perfekt ist.
Aber, wenn mehr mithelfen, kann das noch werden.

Das mit dem Kunststudiengang ist doch eine prima Idee. Ich hab mal gesucht, in Hessen (wo ich nicht wohne), gabs z.B. schon mal einen Plakatwettweberb, von einer Stiftung:
http://www.hessenstiftung.de/files/2009-06-16_plakataktion_neue_vter_-_top_ten.pdf

Das mit den PAS-geschädigten Jugendlichen stimmt schon, aber gerade deshalb müssen wir das machen.

Ragos

AntwortZitat
Themenstarter Geschrieben : 26.06.2009 22:38
(@dibaa)
Nicht wegzudenken Registriert

Hi,
es gibt ja auch Aufkleber fürs Auto, muß ja nicht gleich soooo ein riesen "Plakat" sein.
Kostet weniger und es kommt mehr rum, anstatt nur an bestimmten stellen.
MfG Dibaa

AntwortZitat
Geschrieben : 27.06.2009 01:51