Ich schließe mich auch LBM, Kasper und United an und bin ein großer Fan des BGE.
Nur eben nicht in dieser schweizerischen Ausprägung, die ich für geradezu idiotisch halte sondern halte es, auch aus den oben genannten Gründen, für zwingend erforderlich, dass das BGE (sehr) niedrig sein muss.
Eben so, dass man gerade eben nicht verhungert und erfriert aber ohne Anspruch auf "kulturelle Teilhabe" wie Theaterbesuch samt entsprechender, diskriminierungsfreier Kleidung, Fernseher und sonstiger Sonderwünsche und ohne den Anspruch weiterhin in München-Straubing wohnen zu können.
Also in etwa 500,-€ im Monat und nicht etwa 2.500,-CHF.
Aber dafür eben auch ohne Gegenrechnung mit Arbeitseinkommen oder Renten.
Es kriegt eben absolut jeder.
Und jeder der nicht gerne in einer WG in Brandenburg leben möchte oder gerne einen Fernsehr oder eine Waschmaschine haben möchte, muss dann eben doch Regale einräumen gehen, Marmelade kochen oder sich mit dem Leierkasten auf die Mönkebergstrasse stellen.
Und gerade WEIL das eigene Einkommen eben NICHT gegengerechnet wird, lohnt es sich endlich auch wieder bei Reagle einzuräumen, denn bei einem angenommenen linearen Steuersatz von 30% für jeden € kann man eben 70% behalten und muss nicht, wie der Hartz4 Aufstocker nur 10%.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin
Die 2500,-CHF wurden erklärt, Dein Bezug auf Deutschland ob dieser Summe von Dir nicht. Von daher: ??
Deine 500€ erklären nicht, wie hiervon eine Existenzsicherung erfolgen soll, selbst in der Uckermark. Kennst Du nicht? Ist eine der schwächsten Regionen deutschlandweit, liegt in Brandenburg. Was Du behauptest ist eine Grundsicherung weit unter H4-Niveau. Hm, echt sportlich. Schon mal selber versucht?
Deine Darstellung von Grundsicherung liegt m.E. sogar unterhalb der im Tierreich bei Primaten. Aber vermutlich liegt hier die menschliche Eigenschaft von Vorteilsdenken ggü. dem Notwendigen anderer der gleichen Spezies. Wahrlich eine zutiefst menschliche Eigenschaft.
Und was hast Du an einer WG in Brandenburg auszusetzen? Ich kenne da etliche richtig tolle Leute. Mit Verlaub, Dein Beispiel empfinde ich ob Deiner Pauschalität unterirdisch. Mal eben auch pauschal gefragt: Wurdest Du im Westen geboren? Würde zumindest eins meiner Vorurteile bzgl. 25J (Wider-)Vereinigung und bestimmter Mitbürgerschichten festigen. Nicht alles, was glänzt, ist nunmal Gold.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Moin
Mal was zu einem sogenannten (linearen) Steuersatz beim BGE. 30% halte ich für utopisch. Denn in diesen 30% werden ja hier auch sämtliche derzeitigen Sozialabgaben hinein interpretiert, (KV, AV, RV) ohne sie dabei zu benennen. Nein, ein Satz von min. 70% muss schon her, eher 80%. Es geht nicht darum, das alle mehr verdienen, sondern darum, das alle angemessen ein Leben führen können. Und in Gegensatz zu anderen Auffassungen halte ich die kulturelle Teilhabe für zwingend erforderlich, schon allein aus kriminalistischer Sicht.
Ich merke, alle sind viel zu sehr dem eigenen Wohl vepflichtet und übersehen den eigentlichen Aspekt: einfach nur ungezwungen leben zu können. Alle wollen schick, am besten super schick, leben. Die anderen daneben? - scheißegal. Das dürfte es mit einem BGE so nicht geben. DAS ist der Preis. M.M.
Gruss oldie
PS: Schon mal jemand darüber nachgedacht, warum es immer mehr Gewalt gibt, weltweit, immer mehr, immer brutaler? Sicherlich.
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Ist der Sinn eines BGE nicht, dass jeder die elementaren Bedürfnisse decken können sollte? Müsste man sich dafür darauf einigen, was elementar ist?
M. E. gehört dazu ein Dach über dem Kopf, Kleidung, Nahrung, ferner Grundbildung, medizinische Versorgung. Ende.
Mein Eindruck ist, dass Du aber auch die "Annehmlichkeiten" des Lebens dem BGE zuordnen willst. Teilhabe an der Kultur (wegen der Kriminalistik? Hä?)? Schön, aber nicht lebensnotwendig. Friseurbesuch? Kippen? Feierabendbier? Mobilität? M. E. nichts, was vom BGE finanziert werden können muss.
Ich weiß jetzt nicht, warum du da ein Ost-West-Ding draus machst. Ich sehe BGE auch so, dass man sich eine Wohnung leisten können sollte. Will ich nicht arbeiten, muss ich ggf. damit leben, einen untersten Standard zu akzeptieren. Warm, trocken, sauber, Platz für ein Bett, Tisch, Schrank, Kochgelegenheit und ggf. In Kleinkleckersdorf. Will ich eine bestimmte Gegend, Größe, Ausstattung, muss ich Zusatzleistungen selbst erbringen.
Willst du "mehr" über das BGE regeln, verfehlt das m. E. Sinn und Zweck des Ganzen. Und es wäre in meinen Augen utopisch um nicht zu sagen naiv. Wer schick leben will, muss dafür was tun und dem darf auch egal sein, ob andere weniger schick leben. Das BGE sichert das Leben. Der Rest erfolgt in Eigenverantwortung.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Moin
Ist der Sinn eines BGE nicht, dass jeder die elementaren Bedürfnisse decken können sollte? Müsste man sich dafür darauf einigen, was elementar ist?
Es gibt verschiedene Interpretationen, was BGE etc. sein soll. Ich persönlich halte eine lediglich elementare Grundsicherung für zu kurz gegriffen. Ebenso könnte H4 pauschal gewährt werden, was bekannter Maßen nun wahrlich nicht greift.
M. E. gehört dazu ..., ferner Grundbildung, ...
Klasse. D.h. für Dich, armen Menschen wird aufgrund elterlicher Herkunft ein höherer Bildungsweg versagt. Oder was beinhaltet Grundbildung? Oder soll für höhere Bildung gezahlt werden? Frage: Wer braucht denn Höhergebildete, und warum sollte nicht dieser dafür zahlen? Wieso zahlen derzeit z.B. Du oder ich dafür?
Ich weiß jetzt nicht, warum du da ein Ost-West-Ding draus machst.
Und ich weiß nicht, was eine brandenburgische WG von einer in NRW unterscheidet. Ich habe versucht zu erklären, warum ich derart reagiert habe. Nur interessiert Dich das anscheinend nicht. Du kannst nicht verstehen, wenn Du nicht betroffen bist, Du diese Aussagerichtung ständig in unterschiedlicher Formulierung 25J an die Backe geklatscht bekommst, und das ist ok. Ich persönlich nenne es Schicksal. Nur lasse mir meine Reaktion darauf.
Ich sehe BGE auch so, dass man sich eine Wohnung leisten können sollte. Will ich nicht arbeiten, muss ich ggf. damit leben, einen untersten Standard zu akzeptieren. Warm, trocken, sauber, Platz für ein Bett, Tisch, Schrank, Kochgelegenheit und ggf. In Kleinkleckersdorf. Will ich eine bestimmte Gegend, Größe, Ausstattung, muss ich Zusatzleistungen selbst erbringen.
Du unterstellst neben dem Anrecht auf Wohnraum sofort den Unwillen zur Arbeit. Bei Deiner Skepsis kann ich Dir auch nicht behilflich sein. Eine Zusatzleistung würde durch eine Arbeitsaufnahme erbracht werden. Und dann könnte eine bestimmte Gegend für den Wohnort man sich vielleicht leisten können, kommt auf den Verdienst an. Ich zumindest habe nichts Gegenteiliges gesagt. Nenne mir die Quelle Deiner Behauptung.
Willst du "mehr" über das BGE regeln, ...
Zumindest ich kann behaupten, diesen Aspekt über eine Arbeitsaufnahme und daraus folgernd Mehreinkommen erwähnt zu haben. Von daher halte ich eine Diskussion hierzu für einen unnötigen Nebenschauplatz, den sich Anspruchsbefürworter liefern sollen. Ist nicht mein Ding. Ich kann bescheiden leben, trotz Arbeitsaufnahme.
Von daher ist Deine Schlussfolgerung
..., verfehlt das m. E. Sinn und Zweck des Ganzen.
an den Haaren herbeigezogen. Deine weitere Aussage baut hierrauf auf und wird polemisch. Was sollte ich dazu sagen können?
Wer schick leben will, muss dafür was tun und dem darf auch egal sein, ob andere weniger schick leben. Das BGE sichert das Leben. Der Rest erfolgt in Eigenverantwortung.
Genau so. Da bin ich eins mit Dir.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Mit Grundbildung meine ich Schule. Grundschule, Oberschule. Der Qualifikation entsprechend. Also frei für alle. Wenn es ein Internat in X sein muss oder ein Auslandsschuljahr, muss man das eben bezahlen können. Nicht mehr und nicht weniger.
Zur brandenburgischen WG sage ich mal nix. Ich habe selbst in Brandenburg gelebt, ich weiß wie sich das von NRW unterscheidet. Beppo hat das schon ganz gut verglichen. Wer München City oder Berlin Am Zirkus will, muss sich das leisten können.
Ich glaube, der Unterschied zwischen unserer Sicht ist, dass Du mit dem BGE einen gewissen "Grundwohlstand" verbindest und ich nur Deckung der notwendigsten Existenzgrundlagen. Nicht erfrieren, verhungern, verdursten, verblöden.
LG LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
LBM hat schon das Wesentliche gesagt.
500,- sind schon extrem knapp, dass ist mir bewusst. Auch dann, wenn man noch eine rurimentäre Krankenversicherung und Gratiskindergarten und Schule dazu rechnet und die Tatsache, dass Kinder einen eigenen Anspruch auf BGE hätten, eine 4 köpfige Familie also schonmal rund 2.000,- Netto.
Ohne dass einer auch nur einen Finger krumm machen muss.
Entscheidend ist aber, dass es JEDEM möglich ist, etwas dazu zu verdienen, was heute mit Hartz4 praktisch nicht möglich ist, was zum völligen Verschwinden von einfachen Jobs geführt hat.
Nach meinem Modell kann sich JEDER sein Leben verbessern indem er im Supermarkt Tüten packt und zum Auto trägt oder dem Nachbran Rasen mäht. Und wer das auch nicht kann, kann immer noch Marmelade kochen oder Socken stricken.
Sobald es notwendig ist UND sich lohnt, werden die Leute auch wieder aktiv.
So wie es nach großen Katastrophen auch immer funktioniert.
Und die 30% halte ich insofern für nicht ganz unrealistisch weil sie quasie wie eine Umsatzsteuer auf JEDEN umgesetzen Euro zu entrichten wäre. Also auch auf Leistung von Maschinen, so wie es Bitumen schon angerissen hat.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin
@LBM
Es geht doch nicht darum, sich ein Wunsch-Internat auszusuchen oder Auslandsschuljahre. Auch nichts anderes in diese Richtung. Es geht um einen freien Bildungsweg, welcher hier per Qualifikation von Dir beschrieben wurde. Alles andere ist elitäres Denken und hat nichts mit einem BGE zu tun. Ich verstehe nicht, wieso auf elitäres Verhalten wieder und wieder angespielt wird. Zudem erkenne ich trotz jahrelanger Tätigkeit in einer wissenschaftl. Einrichtung keinen Nutzen, welcher diese Anstrengung rechtfertigt. Wieso Du aber das Gymnasien nicht erwähnst, verstehe ich nicht. Dieses ist notwendig, um begabte Schüler auf ein Studium vorzubereiten - unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, zudem von Vorteil für die Gesellschaft über Einbeziehung wirtschaftlicher Kreisläufe. Warum sollte sich man das verbauen? Wenn Du allerdings ausschließlich besondere Wünsche bei einer Ausbildung meinst wie College in den USA, Studium an einer Privat-Uni oder auch nur KiTa-Besuch auf einem Pferdehof - da bin ich Deiner Auffassung.
@Beppo
500€ sind nicht nur knapp - und das weißt Du. Davon werden Miete, Strom, Wasser, Heizung, Fahrtkosten, Festnetz-Telefon (gibt es das noch?), Lebensmitel, Versicherungen, Kleidung, etc. bezahlt. Nicht alle haben eine 4-köpfige Familie, und selbst dann. Deine Aussage kann ich nur als (un-?)wissentliche Provokation einschätzen. Das muss nicht sein.
Ich glaube, der Unterschied zwischen unserer Sicht ist, dass Du mit dem BGE einen gewissen "Grundwohlstand" verbindest und ich nur Deckung der notwendigsten Existenzgrundlagen. Nicht erfrieren, verhungern, verdursten, verblöden.
Sehe ich auch so. Du möchtest Menschen erst einmal am Existenzminimun sehen, ich nicht. Allerdings haben wir vor allem unterschiedliche Begrifflichkeiten: Du meinst Wohlstand, ich Wohlergehen. Erkennst Du den Unterschied, den ich die ganze Zeit versuche darzustellen? Knackpunkt dürfte doch eher sein, inwieweit man geht, um anderen zu vertrauen, sie vorzugsweise als ebenbürtig einzuschätzen.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
@Beppo
500€ sind nicht nur knapp - und das weißt Du. Davon werden Miete,Strom, Wasser, Heizung,Fahrtkosten,Festnetz-Telefon(gibt es das noch?), Lebensmitel,Versicherungen, Kleidung, etc. bezahlt. Nicht alle haben eine 4-köpfige Familie, und selbst dann.
Du hast recht. Es ist eine völlig andere Denkrichtung.
Es soll eben kein "schönes" Leben gewährleisten sondern nur das Überleben.
Dafür ist weder Srom, noch irgendwelche Fahrten, noch ein Telefon, noch eine Versicherung nötig. Gegen was soll der sich auch versichern? Gegen Vermögensschäden?
Und Kleidung gibt es auch fast überall nahezu zum Nulltarif.
Nur eben nicht neu und hipp.
Wer das möchte muss eben selbst dafür sorgen.
Und nenne mir doch mal ein paar wirklich relevante Fälle, in denen es nicht möglich sein soll, etwas dazu zu verdienen.
Durch was auch immer.
Und das Entscheidende, die Ausrede, man finde ja keinen Job, wird es dann nicht mehr geben.
Wenn man in jedem Fall schon mal 500,- € sicher hat ist es auch leicht, sich ein paar Hundert € dazu zu verdienen. Selbst bei einem Minilohn von 2,50-€ könnte man in 200 h pro Monat schon 500,-€ dazu verdienen. Damit ist man schon in der Nähe des (theoretischen) SB von Unterhalltszahlern. Und über dem tatsächlichen SB ist man damit schon lange.
Und Leute, die bereit jemand 2,50 für das Autwaschen oder Rasenmähen zu bezahlen lassen sich dann auch schnell finden.
Warum soll man jemand unbedingt mehr als 500,-€ im Monat schenken, wenn er nichtmal bereit ist das Geringste selbst beizutragen?
Dieses System fördert eben nicht mehr das Nichtstun, wie es das Hartz4 System tut, sondern es fördert die Arbeit und die Selbstverantwortung.
Und ja. Das ist ein klares Bekenntnis gegen sozialistische Systeme. Mir ist Südkorea lieber als Nordkorea.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Moin
Nicht einmal Strom? Hm, Ok. Verstehe.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Gerne auch Strom.
Man muss dann nur eben an anderer Stelle sparen.
So wie es die Leute, die heute unter einer Brücke schlafen, auch machen.
Oder indem man sich mit mehreren Leuten ne Bude teilt.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Ich mache gerne - neben Windeln waschen in einer neuzeitlichen Wohnung mit Strom als einzige Wärmequelle -> ohne Strom kein Kochen, sondern 4x höhere Wegwerfwindelpreise - weiter. Bewerbungsgespräche ohne Telefon, ohne I-net, ohne e-mail. Ohne den finanziellen Rahemn (Fahrkosten - oder interpretierst Du darunter den Trip nach Ibiza?), sich dort persönlich zu verkaufen vorstellen zu können. Du übst gerade die Quadratur des Kreises.
Du gehst anscheinend voreingenommen davon aus, ich habe Luxus gepredigt. Anscheinend ist Dir entgangen, dass das 21. Jahrhundert angebrochen ist mit neuen Kommunikationswegen, mir neuen notwendigen Verbindlichkeiten wie einer Haftpflichtversicherung etc. Entschuldige meinen sachlichen Ausfall, nur bist Du unsachlich nicht besser.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Moin
Falls betroffen, unser aller Lebensmotto ab jetzt:
Man muss dann nur eben an anderer Stelle sparen.
So wie es die Leute, die heute unter einer Brücke schlafen, auch machen.
Gruss oldie
PS: Ein BGE wird dabei nun wirklich überflüssig.
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Oldie, was hält dich denn davon ab, den Betroffenen selbst zumindest ein kleinwenig Eigenverantwortung zuzumuten?
Es gibt aus meiner Sicht einfach keinen Grund diese Leute wie taubstumme, Arm- und Beinamputierte Klienkinder zu behandeln.
Die Tatsache, dass sich jemand etwas schönes oder sinnvolles nicht leisten kann, weil er nicht arbeiten will, löst bei mir keinerlei Solidarität oder Hilfsbereitschaft aus und dieses Verfahren beendet wirklich das letzte Argument, nicht arbeiten zu können.
Ein Mann, der seine Frau verlässt, ist ein Schuft.
Ein Mann, der von seiner Frau verlassen wird, ist auch ein Schuft, denn sonst hätte sie ihn ja nicht verlassen müssen.
Das BGE dürfte -wie alle anderen sozialistischen Utopien auch- höchstens temporär funktionieren und auch das nur unter der (ebenfalls typisch sozialistischen) Prämisse: Man baut einen Zaun um das betroffene Land.
Das Ganze setzt auf massive Enteignung, denn nichts Anderes bedeuten Steuersätze von 70%. Den Effekt kann man sehr schön am Beispiel Schwedens in den 70ern ersehen. Mir persönlich blieben Überschläge mäßig 2000 € netto weniger übrig als heute. Kein Zweifel, was ich in diesem Fall machen würde.
Und nach erfolgter Deindustrialisierung (welche ziemlich schnell erfolgen dürfte, denn die Industrie wird gemeinsam mit ihren Leistungsträgern ihr Heil außerhalb Deutschlands suchen) sitzen die so von den Niederungen notwendiger Erwerbsarbeit Befreiten dann da und lesen oder spielen sich gegenseitig die Resultate unserer kreativen Ergüsse vor.
Moin
Oldie, was hält dich denn davon ab, den Betroffenen selbst zumindest ein kleinwenig Eigenverantwortung zuzumuten?
1. Beim Grundbedürfnis die Tatsache, dass auch heute ein Vollzeitjob nicht gewährleistet, die eigene Existenz zu sichern - oder gar die der Familie.
2. Es muss ein Wandel her, was Arbeit ggü. Lohnempfang wert ist. Hier gibt es m.E. eine Schieflage. Zu viele Jobs werden zu schlecht entlohnt, ebenso werden zu viele Jobs zugut entlohnt. Zu letzterem gehört meiner.
3. Wir sind sowas von satt und reich genug, es zu probieren.
Es gibt aus meiner Sicht einfach keinen Grund diese Leute wie taubstumme, Arm- und Beinamputierte Klienkinder zu behandeln.
Du stilisierst, ja übertreibst. Andererseits, gerade die Benannten sollten besondere Unterstützung erfahren. 😉
Wenn es Dir möglich ist, interpretiere Solidarität durch Subvention und Hilfsbereitschaft durch 'besondere' Ausnahmeregelung vor dem Gesetz. Das ist heutige und ständige Praxis. Lediglich der Empfänger wechselt.
...
Hm. Schweden hat einen der höchsten Sozialstandards - weltweit. Scheint ihnen bekommen zu sein. Und selbst wenn. Wieso wäre es der Weltuntergang, wenn sich die weltweite Wirtschaftsleistung um nur noch 0.1% pro Jahr erhöht (pro Kopf wohlgemerkt)? Solange sich die Preise ebenso entwickeln, ist mir das herzlichst egal.
Die Astronomen sagen, das ein kleiner Asteroid um die Erde kreist und die Wahrscheinlichkeit besteht, dass er irgendwann auf der Erde einschlägt.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
@LBM
Es geht doch nicht darum, sich ein Wunsch-Internat auszusuchen oder Auslandsschuljahre. Auch nichts anderes in diese Richtung. Es geht um einen freien Bildungsweg, welcher hier per Qualifikation von Dir beschrieben wurde. Alles andere ist elitäres Denken und hat nichts mit einem BGE zu tun. Ich verstehe nicht, wieso auf elitäres Verhalten wieder und wieder angespielt wird. Zudem erkenne ich trotz jahrelanger Tätigkeit in einer wissenschaftl. Einrichtung keinen Nutzen, welcher diese Anstrengung rechtfertigt. Wieso Du aber das Gymnasien nicht erwähnst, verstehe ich nicht.
Weil ich es bei "Oberschule" und "der Qualifikation entsprechend" integriert habe und mich nie daran gewöhnen werde, dass du mir eine Haltung oder Gesinnung unterstellst, wenn du nicht genau die Worte liest, die du zu lesen wünschst.
Sehe ich auch so. Du möchtest Menschen erst einmal am Existenzminimun sehen, ich nicht. Allerdings haben wir vor allem unterschiedliche Begrifflichkeiten: Du meinst Wohlstand, ich Wohlergehen. Erkennst Du den Unterschied, den ich die ganze Zeit versuche darzustellen? Knackpunkt dürfte doch eher sein, inwieweit man geht, um anderen zu vertrauen, sie vorzugsweise als ebenbürtig einzuschätzen.
Du unterstellst hier wiederholt, dass man Menschen etwas Schlechtes wünscht. Niemand will hier Menschen "am Existenzminimum sehen". Man will den Menschen dieses sichern, so dass sie dann überlegen können, ob sie aus eigener Kraft etwas dafür tun möchten, um sich einen höheren Standard oder gar Luxus leisten zu können. Telefon, Versicherung, das sind doch keine lebensnotwendigen Dinge!
Es kann dann für eine vierköpfige Familie keinen Anspruch auf 4 Zimmer-Küche-Bad geben. Sondern darauf, mit 2000 Euro für NULL eigenen Einsatz (!!!) irgendeine Unterkunft zu finden. Wenn sie irgendwelche Wünsche daran haben, dann müssen sie entsprechenden Einsatz zeigen. Deine Variante empfindeich als soziale Hängematte für alle. Wer will denn aber nich aktiv werden, wenn er für lau ein all-inklusive-Paket bekommt?
Der letzte Satz in dem Zitat löst bei mir ??? aus.
Die Gedanken von Beppo und mir gehen in die Richtung: "Wenn du die 2000 Euro deiner Familie lieber in Bier und Kippen investierst, ist das dein Problem." Man muss mit dem BGE eigenverantwortlich umgehen. Wenn alle, dann alle. Beispiel: wenn Papa das Geld fehlinvestiert, stürzt das Mama und die Kinder nicht mehr in Schwierigkeiten, weil sie mit BGE für 3 Personen und minimalem eigenem Arbeitseinsatz einen Neuanfang ohne Obdachlosigkeit schafft.
Gruß LBM.
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."
Hat eben nicht funktioniert in Schweden. Die haben sich in den 90 ern eine saftige Krise hinein manövriert und nur die harten Reformen sorgten dafür, dass der Sozialstaat heute wieder finanzierbar ist.
Das mit dem (pro Kopf wohlgemerkt!) lasse ich besser unkommentiert ( na ja, ein kleines Lächeln ist wohl erlaubt).
Moin LBM
Du operierst immer noch mit wilden Unterstellungen in allen Richtungen ggü. Deinen Mitbürgern. Du magst in Deinen Befürchtungen recht haben - ich weiß es nicht. Nur möchte ich nicht diese Ebene betreten, meinen Mitbürgern erst eimal schlechtes zu unterstellen, bis ich sie ... - ja was auch immer bei 80 Millionen.
Deine Unterlassungen kannst Du schriftlich haben anhand Deiner Zitate, z.B. Deine Beschränkung auf nicht Erfrieren, nicht verdursten, nicht verhungern, oder - mein Liebling - wegen Verblödung zu vegetieren. Jep, ich übertreibe, polemisiere, spitze zu. Nur die Wortwahl - das ist nicht die meine, sondern stammt von Dir.
Die Gedanken von Beppo und mir gehen in die Richtung: "Wenn du die 2000 Euro deiner Familie lieber in Bier und Kippen investierst, ist das dein Problem."
Dein Festhalten an pauschaler Unterstellung trotz so vieler Beiträge ist fast schon bewunderswert, wenn es nicht (für mich) so traurig wäre.
Gruss oldie
Wenige sind das, was sie vorgeben zu sein.
Und wenn ich es mir recht überlege - niemand.
Du solltest mal aufhören, Sätze aus dem Kontext zu reißen.
Gruß LBM
"Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung,
dass etwas anderes wichtiger ist als die Angst."